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Krebse

Ein Krebsfischer in China hat reiche Beute gemacht. Ein Korb voll zappelnder Krebse steht vor ihm im Boot. Nach getaner Arbeit ist gut ruhen; der Fischer streckt sich behaglich ins Gras und schläft. Da weckt ihn ein Vorübergehender und ruft ihm besorgt zu: "Mann, deine Krebse! Sie suchen das Weite, während du schläfst."

Aber der Fischer reibt sich nur die Augen und lacht: "Keine Sorge, mein Lieber. Ich kenne das Zeug. Es kommt keiner über den Rand, so sehr er sich auch anstrengt. Sieh, sobald er am Korbrand ein Stücklein hochgekommen ist und die Freiheit winken sieht, hängt sich mit seinen Scheren ein anderer an ihn und an diesen wieder einer, bis dem ersten die anhängende Last zu schwer wird und sie alle wieder in den Korb zurückpurzeln. So kann ich meiner Krebse wegen ruhig schlafen. Die sorgen untereinander dafür, daß keiner entkommen kann."

Ob Satan nicht auch so denken mag wie der Krebsfischer? Er sieht es mit Beruhigung, daß sich immer welche in seinem Korb finden, die denjenigen in ihre eigene Sünde hinunterreißen, der sich aufmacht, die Freiheit zu gewinnen.

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