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Gott steht zu Seinen Verheißungen

Vieles ist im Umbruch und die Menschen suchen Überschaubarkeit, Vertrautheit und Verbindlichkeiten. Auf dem "Markt der religiösen Möglichkeiten" müssen wir wieder lernen, uns mit den Religionen zu messen. Dazu kann helfen, uns wieder bewusst zu machen, was Gott uns verheißen hat:

1. Ich wecke euer Vertrauen in mich.
Gottes Wort will uns so erreichen, dass wir mit den Emmausjüngern sagen können: "Brannte nicht unser Herz?" Ein "brennendes Herz" will weitersagen, wovon es bewegt wird.

2. Ich verbinde euch miteinander.
Kleine Gruppen innerhalb der Gemeinde sind hilfreich, um Gemeinschaft aus dem Glauben zu leben. Die persönlichen Beziehungen können sich dort geschützt entwickeln.

3. Ich beteilige euch an meinem Handeln.
Unsere Schritte dürfen dabei getragen sein von dem Wissen, dass wir die Kirche nicht retten müssen, das hat Christus schon getan ("...die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden").

4. Ich beschenke euch mit meinen Möglichkeiten.
Jeder von uns ist ein "Original Gottes", unverwechselbare Persönlichkeit, von Gott "begabt".
Gaben werden immer durch andere entdeckt. Welch spannende Aufgabe, angesichts der Verheißung, Gaben aneinander zu entdecken und einander zu helfen, diese "Knospen" zum Blühen zu bringen. In Gelassenheit das Beste geben: Gott überlassen, was seine Sache ist und das geben, was Gott von mir will. Mut haben, auch einmal nichts zu tun, sondern auf das zu achten, was sich zeigt.

Wie wäre es, wenn wir im Umgang miteinander folgendes beherzigen:
Bist du überzeugt, dass ein anderer neunundneunzig schlechte Seiten hat und eine gute? Dann rede über diese eine gute Gabe, und von selbst kommen neue hinzu.

Eckhard H. Krause

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